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n.b.k. – Berlin plant. Stunde Null
Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.)
Chausseestrasse 128 / 129, Berlin, Berlin 10115
Di–So 12–18 Uhr, Do 12–20 Uhr
Admission
Free Admission
About
Das Ausstellungsprojekt _Berlin plant. Stunde Null_ im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) rekonstruiert und kontextualisiert die historische Ausstellung _Berlin plant – Erster Bericht_, die 1946 im provisorisch hergerichteten Weißen Saal des Berliner Schlosses den sogenannten Kollektivplan zum Wiederaufbau Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg einer breiten Öffentlichkeit vorstellte. Zum 80-jährigen Jubiläum soll die Aktualität dieses radikalen städtebaulichen Entwurfs beleuchtet werden. Verantwortlich war ein Planungskollektiv, zu dessen engerem Kreis Stadtbaurat Hans Scharoun, Wils Ebert, Peter Friedrich, Ludmilla Herzenstein, Reinhold Lingner und Herbert Weinberger gehörten. Der n.b.k. erinnert an diese historische Ausstellung, die wegweisende ökologische Grundlagen des Bauens vorwegnahm und partizipatorische Ansätze verfolgte, mit einer begehbaren Rekonstruktion im Maßstab 1:4. Gezeigt werden teils unveröffentlichte Originalpläne und Materialien, zudem wird die wechselvolle historische Rezeption des Kollektivplans zwischen Ablehnung, Verdrängung und Fortwirken reflektiert. Darüber hinaus thematisiert das Projekt den Diskurs um die „Stunde Null“. Der umstrittene Begriff impliziert sowohl die bedingungslose Kapitulation und den totalen wirtschaftlichen und moralischen Zusammenbruch Nazi-Deutschlands 1945 als auch den erhofften Neubeginn ohne die Bürden der Vergangenheit.