
Ren Loren Britton: Deixis & Needs
Ren Loren Britton
Künstlerhaus Bethanien
Kottbusser Str. 10/d, 10999 Berlin, Germany 10999
Wed–Sun 2pm–7pm, during exhibition periods, free entry
Admission
Free Admission
Eintritt frei
About
Was wäre, wenn nicht Normen, sondern Bedürfnisse bestimmen würden, wie wir zusammenleben, Beziehungen gestalten und Institutionen organisieren? Ren Loren Brittons erste institutionelle Einzelausstellung _Deixis & Needs_, kuratiert von Sylvia Sadzinski, stellt diese Frage ins Zentrum und vereint skulpturale Objekte, Textilien sowie eine Soundarbeit zu einer raumgreifenden und multisensorischen Installation. Der linguistische Begriff der Deixis bezeichnet Wörter wie „ich“, „du“, „hier“ oder „jetzt“, die ihre Bedeutung abhängig davon verändern, wer spricht und aus welcher Position heraus. Ausgehend von Diskursen der Disability Justice sowie queeren, trans\* und crip Perspektiven verschiebt _Deixis & Needs_ den Fokus von Fragen nach Inklusion und Zugang hin zu Bedürfnissen. Diese erscheinen nicht als individuelle Defizite oder statische Kategorien, sondern als beweglich, situativ und relational: Wir alle haben Bedürfnisse, die sich abhängig von Zeit, Kontext und Beziehungen verändern können. In _Deixis & Needs_ sind Körper und ihre Bedürfnisse daher nicht nur temporär, sondern ebenso politisch wie sinnlich. Mit Helium gefüllte Ballons, die mit textilen Hüllen und Stickereien von Körperfragmenten überzogen sind, bilden den Ausgangspunkt der Installation. Während des Ausstellungszeitraums verändern sie ihre Position und Form, können berührt und gehalten werden. Sie helfen, Sound über Vibrationen taktil erfahrbar zu machen. Begleitend erscheint ein Reader mit Beiträgen von Theoretiker\*innen und Künstler\*innen, der die zentralen Themen der Ausstellung weiterführt. Ergänzt wird das Programm durch Veranstaltungen, welche die Ausstellung aktivieren, in den digitalen Raum ausdehnen und ihre zeitlichen Grenzen erweitern. _Deixis & Needs_ ist das sechste Kapitel des Projekts _Becoming B_ und findet statt in Zusammenarbeit mit dem feministischen Kunstraum alpha nova & galerie futura.