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Wandern in Geschichte. Die Fotografie von Ulrich Wüst

Ulrich Wüst

Mar 13 – Jun 14

LOOCK Galerie
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LOOCK Galerie

Ackerstraße 171, Berlin, CA 10115

Wed – Sat 12 – 6 PM

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About

Das Werk von Ulrich Wüst wurde in den 1980er Jahren insbesondere durch seine zahlreichen Stadtbilder bekannt, die er an verschiedenen Orten der DDR aufgenommen hatte. Sie zeigen Spuren des Zweiten Weltkrieges und ungehinderten Verfall der historischen Bausubstanz. Im Mittelpunkt seines fotografischen Interesses standen jedoch die durch Unachtsamkeit und Ahnungslosigkeit ebenso wie durch Zerstörung und Wildwuchs verursachten Absurditäten städtebaulicher Situationen. So entwickelte der Fotograf seine ganz eigene visuelle Form der Architekturkritik, die bis heute nichts an ihrer Eindringlichkeit verloren hat, zumal sie nicht ideologisch argumentiert, sondern von einem Phänomensinn getragen wird, dem ein subtiler Humor ebenso wenig fremd ist wie die Ironie. Einem breiten internationalen Publikum wurden die Fotografien von Ulrich Wüst durch seine Einladung zur documenta 14 nach Kassel 2017 bekannt. Ulrich Wüsts fotografisches Werk, das sich im weitesten Sinne mit dem Thema _deutscher Osten_ befasst, lässt sich auch über die versunkene DDR hinaus als Bild-Archäologie der Gegenwart beschreiben. Diese Bilder zeigen Fundstücke der „Grabungen“ und sind zugleich Werkzeuge zu deren Konservierung. Wüst hat einen untrüglichen Sinn für die Zeichenhaftigkeit alltäglicher Situationen, Gegenstände und Materialien ebenso wie für die hintergründigen Bedeutungsschichten von gefundenen Bildern, wie zum Beispiel den vergrößerten Details aus DDR-Pressefotos, die den manipulativen Gebrauch der Fotografie deutlich werden lassen. Das fotografische Werk von Ulrich Wüst kann aus verschiedenen Perspektiven wahrgenommen werden. Die Beobachtungen, die er in seinen Bildern festhält, mögen letztlich ihre Wurzeln in der deutschen Teilung und deren Überwindung haben. Sie betreffen jedoch immer auch universelle Phänomene gesellschaftlicher Wandlungen und deren materielle Erscheinungsformen. Die scheinbar lapidaren, höchst präzise komponierten Bilder sind Ergebnis langer visueller Wanderungen in gegenwärtigen Orten der jüngsten Geschichte. Matthias Flügge ## Termine ## Eröffnung: Wandern in Geschichte. Die Fotografie von Ulrich Wüst ### 12\. März 2026 19 Uhr, GfZK Neubau Das Werk von Ulrich Wüst wurde in den 1980er Jahren insbesondere durch seine zahlreichen Stadtbilder bekannt, die er an verschiedenen Orten der DDR aufgenommen hatte. Sie zeigen Spuren des Zweiten Weltkrieges und ungehinderten Verfall der historischen Bausubstanz. Im Mittelpunkt seines fotografischen Interesses standen jedoch die durch Unachtsamkeit und Ahnungslosigkeit ebenso wie durch Zerstörung und Wildwuchs verursachten Absurditäten städtebaulicher Situationen. So entwickelte der Fotograf seine ganz eigene visuelle Form der Architekturkritik, die bis heute nichts an ihrer Eindringlichkeit verloren hat. Eine Ausstellung des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen e. V. Ulricht Wüst und Matthias Flügge, Kurator der Ausstellung, sind anwesend. ## Ausstellungsrundgang mit Ulrich Wüst ### 16\. April 2026 18 Uhr, auf Deutsch, im Ausstellungsticket enthalten, GfZK Neubau ![Schützenstraße / Jerusalemer Straße 1996, aus der Serie / from the series: Mitte. Berlin 1995–1997 © Ulrich Wüst; ifa](https://gfzk.de/wp-content/uploads/2026/02/berlin-mitte-6_schuetzenstrasse-jerusalemer-strasse-1996-480x320.jpg) Schützenstraße / Jerusalemer Straße 1996, aus der Serie / from the series: Mitte. Berlin 1995–1997 © Ulrich Wüst; ifa Das Werk von Ulrich Wüst wurde in den 1980er Jahren insbesondere durch seine zahlreichen Stadtbilder bekannt, die er an verschiedenen Orten der DDR aufgenommen hatte. Ein breites internationales Publikum wurde durch seine Einladung zur documenta 14 nach Kassel 2017 auf seine Fotografien aufmerksam. Wüsts fotografisches Werk, das sich im weitesten Sinne mit dem Thema deutscher Osten befasst, lässt sich auch über die versunkene DDR hinaus als Bild-Archäologie der Gegenwart beschreiben. ## Museumsnacht 2026 ### 09\. Mai 2026 18–24 Uhr ![Foto / photo: Alexandra Ivanciu](https://gfzk.de/wp-content/uploads/2026/04/ulrich-wuest-opening-44-480x320.jpg) Foto / photo: Alexandra Ivanciu Zur Museumsnacht laden wir zu Ausstellungsrundgängen, Workshops und einer Zeichensession ein! \>18–21 Uhr Workshop mit der AG Leichte Bilder im [STUDIO INKLUSIV](https://gfzk.de/aktivitaeten/vermittlung/studioinklusiv/) Der Workshop wird von Künstler\*innen und Expert\*innen mit und ohne Behinderung begleitet, die ihre künstlerische Technik vorstellen. Die Zeichner\*innen der [AG Leichte Bilder](https://www.instagram.com/agleichtebilder/) zeigen Ergbenisse aus ihrer Kursreihe im Studio Inklusiv und laden alle Besucher\*innen zum Mitzeichnen ein. Das Thema heute ist: „Wie ich mal jemandem geholfen habe“ und „Wie mir mal geholfen wurde“. Alle sind herzlich willkommen! GfZK Altbau, Workshopraum und Studio Inklusiv \>18–24 Uhr [Offene Zeichensession: Oscar Murillo. Social Mapping](https://gfzk.de/calendardate/oscar-murillo-social-mapping/) Anlässlich der Ausstellung Kollektive Osmose von Oscar Murillo bei [Das Minsk](https://dasminsk.de/ausstellungen/8017/oscar_murillo) in Potsdam finden Zeichensessions in Museen und Kunsträumen im ganzen Land statt. Auch in der GfZK könnt ihr ein gemeinschaftliches Kunstwerk mitgestalten. Wir laden Euch und Eure Lieben ein, mit Stiften, Bleistiften, Buntstiften und Kugelschreibern auf leere Leinwände zu zeichnen und zu kritzeln. Am Ende der Session werden die Leinwände eingesammelt und nach Potsdam geschickt, wo sie zusammen mit anderen Leinwänden aus aller Welt in der Ausstellung zu sehen sein werden. GfZK Altbau, Auditorium \>19–20 Uhr Dialogischer Rundgang mit Gebärdensprachübersetzung: Wandern in Geschichte. Die Fotografie von Ulrich Wüst Ulrich Wüsts fotografisches Werk, das sich im weitesten Sinne mit dem Thema deutscher Osten befasst, lässt sich auch über die versunkene DDR hinaus als Bild-Archäologie der Gegenwart beschreiben. In dieser Ausstellung des ifa Institut für Auslandsbeziehungen sind ausgewählte Arbeiten zu sehen, über die Sie bei einem dialogischen Rundgang ins Gespräch kommen können. GfZK, Neubau \>20–21 Uhr Dialogischer Rundgang mit Kurator Simon Kurti und Kunstvermittlerin Johanna Krümpelbeck: Knoten der Zeit Bei einem Rundgang durch die Ausstellung Knoten der Zeit begegnen Sie Werken von drei Künstler\*innen aus dem Kosovo, Bosnien und Herzegowina sowie der Ukraine/Schweiz. Sie reflektieren kulturelle Prägungen: Glaubensrichtungen, Städte ihrer Kindheit und Berufe ihrer Eltern. GfZK, Altbau Laufende Ausstellungen: - [Wandern in Geschichte die Fotografie von Ulrich Wüst](https://gfzk.de/2025/enwandern-in-geschichte-die-fotografie-von-ulrich-wuest/) - [Knoten der Zeit](https://gfzk.de/2025/deknoten-der-zeitenknots-in-time/) Informationen zur Barrierefreiheit finden Sie [hier](https://museumsnacht-halle-leipzig.reservix.de/events). Tickets sind [hier](https://museumsnacht-halle-leipzig.reservix.de/tickets-museumsnacht-halle--leipzig-2026-in-leipzig-und-halle-saale-90-museen-und-sammlungen-am-9-5-2026/e2530780) online erhältlich und können auch in der GfZK an der Kasse in der Villa erworben werden. Normaltarif: 14 Euro, ermäßigter Tarif: 10 Euro, für Inhaber des Leipzig-, Halle- oder Familien-Passes Sachsen oder Sachsen-Anhalt: 7 Euro. Das Ticket gilt während der Museumsnacht von 18–24 Uhr in allen teilnehmenden Museen und Sammlungen und als Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr und den vier Sonderlinien in Halle und Leipzig. Die Eintrittskarten gelten am 9. Mai ab 16 Uhr und am Folgetag bis 3 Uhr morgens als Fahrkarten in den Zonen 110 \[Leipzig\], 162, 163, 225 und 210 \[Halle\] für alle Verkehrsmittel des MDV\* \[Nahverkehrszüge inklusive S ­Bahn, Tram und Bus\]. Alle Veranstaltungen in der GfZK sind im Ticketpreis enthalten. ## Wandern in Geschichte. Die Fotografie von Ulrich Wüst: Ausstellungsrundgang mit Matthias Flügge ### 13\. Juni 2026 15 Uhr, auf Deutsch, im Ausstellungsticket inbegriffen, GfZK Neubau ![Dodendorfer Straße 1998, aus der Serie / from the series: Morgenstraße. Magdeburg 1998 –2000 © Ulrich Wüst; ifa](https://gfzk.de/wp-content/uploads/2026/02/dodendorfer-strasse-1998-480x320.jpg) Dodendorfer Straße 1998, aus der Serie / from the series: Morgenstraße. Magdeburg 1998 –2000 © Ulrich Wüst; ifa Das Werk von Ulrich Wüst wurde in den 1980er Jahren insbesondere durch seine zahlreichen Stadtbilder bekannt, die er an verschiedenen Orten der DDR aufgenommen hatte. Ein breites internationales Publikum wurde durch seine Einladung zur documenta 14 nach Kassel 2017 auf seine Fotografien aufmerksam. Wüsts fotografisches Werk, das sich im weitesten Sinne mit dem Thema deutscher Osten befasst, lässt sich auch über die versunkene DDR hinaus als Bild-Archäologie der Gegenwart beschreiben. Matthias Flügge hat die Ausstellung im Auftrag des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen e. V. kuratiert. Er wurde 1952 in der DDR geboren und studierte der Kunstwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1978–1986 war er Redakteur der Zeitschrift _Bildende Kunst_ und von 1990–1999 war er Chefredakteur und Mitherausgeber der Zeitschrift _neue bildende kunst_. Danach war er freiberuflich als Publizist und Ausstellungsmacher in Berlin tätig. Von 1996 war Mitglied der Akademie der Künste, Berlin und 1997–2006 ihr Vizepräsident. Von 2012–2022 war Rektor der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Während des Rundgangs finden Dreharbeiten für einen Ausstellungsfilm des ifa statt.

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