
Anup Mathew Thomas: Two new books, two new works plus an old one for good measure
Anup Mathew Thomas
daadgalerie
Oranienstraße 161, Berlin, Berlin 10969
Tue–Sun 12pm–7pm, Mon closed
Admission
Free Admission
About
Mit _Two new books, two new works plus an old one for good measure_ stellt **Anup Mathew Thomas** dem Berliner Publikum erstmals eine Übersicht seines künstlerischen Schaffens durch eine konzentrierte Auswahl seiner Arbeiten vor. Die Ausstellung in der daadgalerie\* vereint Werke, die in den letzten zwei Jahrzehnten entwickelt wurden, mit neuen Arbeiten, die während seines Stipendiums beim Berliner Künstlerprogramm entstanden sind. Dazu gehören _Apparitions_ (2026), _Sunday service_ (2026) _Scene from a wake_ (2016) und dem damit verwandten _Curtain, sowie zwei kürzlich erschienene Bücher: Native ball (2025), herausgegeben von Reliable Copy in Zusammenarbeit mit dem DAAD-Künstlerprogramm Berlin, und Dead as News (2026)._ Die Arbeiten von Anup Mathew Thomas bewegen sich auf der Schwelle zwischen Dokumentation und Tatsache sowie Fiktion und Fabel. Ihre Überzeugungs- und Vorstellungskraft beziehen sie aus den Spannungen zwischen Text und Bild, Beobachtung und Deutung, wobei sie den Stellenwert fotografischer Bilder und journalistischer Texte bei der Vermittlung von Wahrheit oder Wissen über die Welt hinterfragen. Indem er seine Fotografien in der Rolle des Erzählers textlich vermittelt, lenkt der Künstler die Aufmerksamkeit gezielt auf bestimmte Themen und Überlegungen und bietet eher subtile Hinweise als festgelegte Bedeutungen an. In den Lücken zwischen Berichterstattung und Erzählung entsteht ein Spielraum der Mehrdeutigkeit. Dieser verschiebt den Blick auf das Bekannte und Gewöhnliche und lässt uns die Zufälle und Ungewissheiten des alltäglichen Lebens mit seinen sozialen Normen, Bräuchen, Traditionen und Mythen neu sehen. Als Ganzes betrachtet, wirft die Ausstellung in der daadgalerie folgende Fragen auf: Was bleibt von einem Künstleraufenthalt nach Ende eines Stipendiums? Wer ist wem gegenüber Rechenschaft schuldig – und wofür? Was geschieht mit einer entschieden hyperlokalen künstlerischen Praxis – wie der von Anup Mathew Thomas –, sobald sie in einen völlig anderen Kontext versetzt wird? Wie sich ein solches Werk darin positioniert? Anstatt einfache Antworten zu geben, beginnt Anup Mathew Thomas mit einer Liste. Kuratiert und produziert von Raisa Galofre und Malte Roloff. \* Im Anschluss an diese Ausstellung wird die daadgalerie an einen neuen Standort umziehen. Genaueres wird in Kürze bekannt gegeben. Bild: Anup Mathew Thomas, _Apparitions_ (detail) 2026