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Ausstellung realisiert durch seine Tochter Anna Tripamer

Walter Pichler

Sep 11 – Oct 24

Contemporary Fine Arts Galerie GmbH
Gallery

Contemporary Fine Arts Galerie GmbH

Grolmanstraße 32-33, 10623 Berlin, Berlin 10623

Mon–Fri 10:00–18:00, Sat 12:00–18:00, by appointment

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About

**Contemporary Fine Arts** freut sich, anlässlich der Berlin Art Week 2026 die vierte Ausstellung des österreichischen Künstlers **Walter Pichler** mit der Galerie bekannt geben zu dürfen. Wir schätzen uns glücklich, **Anna Tripamer** – Tochter, Nachlassverwalterin und engste künstlerische Vertraute des Künstlers – für die Konzeption und Einrichtung der Ausstellung gewonnen zu haben. Bereits in den 1960er Jahren erlangte Walter Pichler mit den _Prototypen,_ einer Serie futuristischer Werke – technische Körperapplikationen, pneumatische Räume, audiovisuelle Komponenten –, internationales Ansehen. Vor allem an der Baukunst interessiert, entwickelte er – oft gemeinsam mit Hans Hollein und Raimund Abraham – utopische Räume. Bevorzugte Materialen waren ihnen dabei seinerzeit neue synthetische Werkstoffe wie PVC, Plexiglas, Polyester und Aluminium. Bereits in dieser frühen Schaffensphase bestritt Pichler 1967 eine Einzelausstellung im Museum of Modern Art in New York. Zunächst nur als kurzfristiger Aufenthalt geplant, zog sich Pichler kurz nach einer weiteren musealen Einzelausstellung 1971 im Wiener Belvedere, dem heutigen 21er Haus, ins Burgenland zurück. Dort entdeckte er ein Gehöft im Dorf St. Martin, das er erwarb und das seitdem seine Hauptwirkungsstätte und neben Wien Lebensmittelpunkt auch für seine Familie wurde. Der Umzug zurück aufs Land – Pichler war im ländlichen Tirol aufgewachsen – zog auch einen radikalen Wandel seiner Materialen nach sich. Fortan griff er auf organische Werkstoffe wie Holz, Beton, Ziegel, Lehm, Glas und Blei zurück und schuf sukzessive ein einzigartiges Universum aus Modellen, Skulpturen und Zeichnungen. Zeichnung war Pichler ein bevorzugtes Medium, denn sie diente ihm als Projektionsebene seiner Vorstellung. Doch vollzog er seine künstlerische Arbeit nicht nur am Papier oder Modell, sondern setzte sie oft in jahre- teilweise jahrzehntelanger Arbeit in Realität um. Stringent, präzise und räumlich ordnend ging Pichler an die Verwirklichung seiner bildhauerischen Vision heran, wobei idiosynkratische, archetypisch anmutende Skulpturen von archaischer Schönheit entstanden. Sein sicher radikalster und in der modernen Kunstgeschichte beispielloser Schritt war dann die Entscheidung, für seine Skulpturen Behausungen zu bauen. Diese schlichten Häuser innerhalb des Hofgeländes dienten und dienen ausschließlich dem Zweck, die Skulpturen zu beherbergen. Pichler unterschied nicht mehr zwischen Raum und Skulptur; nur als Einheit sind sie zu betrachten. Die Häuser integrieren sich dabei in Bauweise und -materialien in die Architekturen dieser ländlichen Region an der Grenze zu Slowenien und Ungarn. Seine äußerst persönliche Beziehung zu seinen Skulpturen hielten den Künstler größtenteils davon ab, diese zu verkaufen oder an Museen abzugeben – für die Werke, die bereits ein Haus „bewohnten" schloss er den Verkauf völlig aus.Niemand hat die Haltung Pichlers mehr verinnerlicht als seine Tochter Anna Tripamer, niemand durfte häufiger Zeugin seiner Produktionsprozesse werden, die in St. Martin den Familienalltag dominierten und gleichzeitig in diesen integriert wurden. Seine Frau Elfi Tripamer (1943 – 2025) wiederum war ihm dabei nicht nur als Fotografin der Werke kongenial verbunden. Die von Anna Tripamer realisierte Präsentation bietet einen konzentrierten Einblick in das vielschichtige Werk eines Künstlers, dessen Auseinandersetzung mit Skulptur, Architektur und Raum bis heute nichts an ihrer Radikalität verloren hat.

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