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SEZ – Un/Möglichkeit einer Insel

Kay Fingerle, Ludwig Heimbach

Aug 29 – Sep 19

bauhaus reuse (BHROX)
Alternative Space

bauhaus reuse (BHROX)

Mittelinsel (Kreisverkehr), Berlin, Germany 10587

Montag: Ruhetag, Dienstag bis Sonntag: 12:00 – 20:00 (außer bei Sonderveranstaltungen und an Schließtagen)

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About

Mit der Ausstellung »SEZ – Un/Möglichkeit einer Insel« widmen sich die Kuratoren Kay Fingerle und Ludwig Heimbach einem der markantesten und zugleich umstrittensten Bauwerke Berlins: dem Sport- und Erholungszentrum (SEZ). Die Ausstellung versteht das Gebäude nicht nur als architektonisches Denkmal, sondern als gesellschaftlichen Ort, dessen Geschichte und Zukunft bis heute Gegenstand öffentlicher Debatten sind. Als eines der größten Freizeit- und Sportzentren der DDR eröffnete das SEZ im Jahr 1981 und stand für die Idee einer offenen, gemeinschaftlichen Freizeitkultur. Mit Schwimmhallen, Sportanlagen, Restaurants und Veranstaltungsräumen war es über Jahrzehnte hinweg ein beliebter Treffpunkt für tausende Berlinerinnen und Berliner. Nach der Wiedervereinigung verlor das Gebäude jedoch zunehmend seine Funktion und steht seit Jahren im Spannungsfeld zwischen Erhalt, Umnutzung und Abriss. Der Ausstellungstitel »Un/Möglichkeit einer Insel« verweist auf den ambivalenten Charakter des SEZ. Das Gebäude erscheint heute wie eine Insel inmitten der Stadt – räumlich und symbolisch von seiner ursprünglichen Nutzung getrennt, zugleich aber voller Potenzial. Die Ausstellung fragt danach, welche Möglichkeiten in einem Ort liegen, dessen Zukunft lange als ungewiss galt, und welche Rolle bestehende Architektur für die nachhaltige Entwicklung der Stadt spielen kann. Präsentiert wird die Ausstellung im BHROX bauhaus reuse auf der Mittelinsel des Ernst-Reuter-Platzes – einem Ort, der selbst für einen zukunftsweisenden Umgang mit bestehender Architektur steht. Der aus wiederverwendeten Fassadenelementen des ehemaligen Bauhausgebäudes in Dessau errichtete Pavillon bildet den idealen Rahmen für eine Auseinandersetzung mit Themen wie Bestandserhalt, Kreislaufwirtschaft und ressourcenschonendem Bauen. Dadurch entsteht ein spannender Dialog zwischen zwei sehr unterschiedlichen Bauwerken und ihren jeweiligen Visionen von Öffentlichkeit und gesellschaftlichem Zusammenleben. Anhand von Fotografien, historischen Dokumenten, architektonischen Analysen und aktuellen Perspektiven beleuchtet die Ausstellung die wechselvolle Geschichte des SEZ und eröffnet zugleich den Blick auf mögliche Zukunftsszenarien. Sie lädt dazu ein, über den Wert moderner Architektur, den Umgang mit dem baulichen Erbe der DDR und die Bedeutung öffentlicher Räume im 21. Jahrhundert nachzudenken.

Tags

ArchitekturAusstellungDDR-ErbeNachhaltigkeitÖffentliche Räume
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